Um einen Anfang zu machen, hier ein Teil meiner Gedichte.

Viel Spaß

Befürchtungen

Sie hatte ihn geliebt,

dafür,

dass er ihr den Himmel auf Erden versprochen hatte.

Niemals hätte sie sich erträumt,

so schnell zu erwachen.

Als er dann fort war,

aus ihrem Leben,

da war für sie alles dunkel.

Die Sonne,

die sie immer angestrahlt hatte,

war jetzt ein schwarzes Loch,

dass sie langsam auffraß.

Und als sie gerade dachte,

dass sie weiterleben würde,

als sie glaubte,

das schwarze Loch wäre gestopft,

da stand er da.

Er stand da

mit einer anderen.

Er sah sie nicht,

weil er nur noch Augen

für das Mädchen hatte,

dessen Hand er hielt.

Und das schwarze Loch explodierte,

zeriss die ganze Welt,

die sie sich aufgebaut hatte.

Wie oft stand sie am Abgrund

Und hielt doch kurz vorm Absprung inne,

um sich zu erinnern,

dass der Tod kein Ausweg ist.

Alles was sie am Leben hielt,

war die Hoffnung,

irgendwann wieder in seinen Armen zu liegen.

Sie verließ den Ort,

der sie immer an ihn erinnert hatte,

ging weg von dem Platz,

den sie ihr Zuhause genannt hatte.

Doch egal,

wo sie hinging,

egal,

wie sehr sie auch versuchte,

von ihm wegzukommen,

er verfolgte sie überall hin,

und zeriss immer wieder all das,

was sie sich gerade erarbeitet hatte.

Sie war verzweifelt,

wusste nicht,

was sie anderes hätte tun können.

Sie stand an einem Abgrund

Und beugte sich nach vorn.

Eine Träne löste sich von ihren Augen,

fiel in die Tiefe,

fiel aus der Sicht.

Und da wusste sie,

was sie tun musste.

Auf ihrer Beerdigung war er da.

Er stand vor ihrem Grab,

beugte sich nach vorn.

Eine Träne zerplatzte auf dem Holz.

Er dachte zurück an die Zeit,

als er sie liebte.

Da fasste ihm das Mädchen an die Schulter

und zog ihn weg von ihr.

Mit jedem Schritt,

den er machte,

vergaß er sie ein bisschen mehr.

Sie war der Träne gefolgt

und hatte erreicht,

was sie gewollt hatte:

Sie wollte ihm noch ein einziges Mal nahe sein.

Das Ertrinken

Ich erinnere mich:

Du warst derjenige,

der gegangen ist.

Ich war diejenige,

die plötzlich allein war.

Über mir schlugen die Wellen

Der Verzweiflung zusammen

Und ich drohte zu ertrinken

In all dem,

was wir einst waren.

Ich wollte nicht in dem,

was mir wertvoll ist,

versinken,

aber ich ging unter.

Tiefer und tiefer

Zog mich die Last,

die ich Liebe zu dir nannte.

Als ich eigentlich schon viel zu tief versunken war,

beschloss ich zu kämpfen.

Ich war schon zu weit unten,

dass ich kein Licht mehr sah

und ich riet die Richtung bloß noch.

Meine Lunge drohte zu zerbersten,

so, wie es mein Herz schon getan hatte.

Sie sehnte sich so dringend nach Luft.

Doch ich fand keine.

Dort wo ich war,

war zu wenig Licht

um einen Ausweg zu finden.

Ich fühlte mich verloren und alleine

Und in meiner aufkommenden Panik

Sank ich wahrscheinlich noch mehr in die Tiefe.

Ich war fast erstickt

Und meine Kraft reichte kaum noch

Um die Augen offen zu halten.

Aber meine Hoffnung starb nicht.

Sie war da

Und schrie wie eine Stimme in meinem Kopf

Immer wieder

Ich solle bloß nicht aufgeben.

Mittlerweile war ich blind.

Blind vor Tränen,

blind vor Schmerz,

blind vor Angst,

den Weg nie wieder zu finden.

Plötzlich

-ich weiß nicht,

wie es kam-

fand ich eine letzte Kraft in mir

um noch einen Armzug zu machen

-und durchbrach die Oberfläche.

Meine Lunge schrie nach Luft,

die Stimme in meinem Kopf jubelte

und mein Herz sog das Licht in sich auf,

das wie Balsam für seine Wunden war.

Ich habe den Kampf gewonnen,

habe deine Last abgeworfen

und fand schnell Land,

auf das ich mich retten konnte.

Nie wieder will ich

In schrecklicher Liebe versinken.

Mein Herz heilt,

wenn auch langsam.

Und die tiefen Narben,

die es ewig entstellen werden,

gehören nun zu mir.

Sie werden mich den schrecklichen Kampf

Nie vergessen lassen,

und sie sind es,

die mir Hoffnung geben werden,

jeden weiteren Kampf gewinnen zu können.

Freier Fall

Wenn das Lachen versiegt

Und die Seele eingesperrt wird,

wenn kein Licht mehr

über das Herz streicheln darf,

dann ist es nicht verwunderlich,

dass man aufhört zu leben.

Genauso war es bei mir.

Meine Hülle wanderte herum,

Tag für Tag,

und ich lebte kein Leben mehr.

Den Kampf gegen den Schmerz

hatte ich verloren.

Und du weißt,

wie es ist:

Wenn man fällt,

dann fällt man so lange,

bis man aufschlägt.

Oder man wird aufgefangen.

Ich fiel schon eine ganze Weile

Und habe darum nicht mehr damit gerechnet,

dass ausgerechnet du

deine Hände nach mir ausstrecken

und mir Halt geben würdest.

Du tatest nicht nur das:

Du gabst mir auch mein Leben wieder,

brachtest mich zum Lachen

und-

was ich nie zugelassen hätte,

wärst du nicht so zärtlich gewesen-

warst das Licht,

was mein Herz streichelte

und meine Augen endlich wieder zum Strahlen brachte.

Und während ich mich dann so betrachtete,

die Veränderungen,

die du in mir bewirkt hattest,

da sah ich mein Herz

und die Narben darauf

und mir fiel ein

dass ich mich schon einmal so gut gefühlt hatte,

jedoch damals wegen eines anderen.

Dieser jemand hatte mir einst

Die Wunden im Herzen zugefügt,

aus denen dann die Narben wurden.

Ich bekam Angst,

diesen Schmerz noch einmal fühlen zu müssen

und rannte weg,

fügte dir Wunden und Schmerz zu.

Und jetzt falle ich wieder,

schneller als je zuvor.

Ich habe Angst vor dem Aufprall,

denn du kannst mich nicht fangen.

Du fällst ja selber.

Ich habe dich gestürzt,

den Menschen,

den ich über alles liebe,

weil ich Angst vor mir selbst habe.

Gewisse Leere

Und der Himmel wäre kein Himmel mehr,

Die Sonne würde nicht mehr glühen,

Der Mond würde sich nicht mehr um die Erde drehen,

weil keine Erde mehr wäre.

Und alle Menschen wären kalt

Und auf eine schreckliche Art tot

Für mich.

Und der Sinn,

der wäre in der Leere verloren gegangen.

Weil Leere das Einzige wäre,

was noch wirklich existiert.

Aber Leere kann man nicht fassen

Und so fiele ich.

Tiefer und Tiefer

In das Dunkel,

was das einzige wäre,

was du hinterließest,

würdest du gehen,

mein Himmel,

meine Sonne,

mein Mond,

meine Erde,

mein Leben!

Herzen

Ich werde mein Leben nicht in deine Hände legen.
Dieser Versuchung widerstehe ich.

Nicht, weil ich es nicht von ganzem Herzen
und mit all meinem Sein will,
sondern,
weil ich nicht möchte,
dass du dich mit mir belastest.

Ich liebe jedes Lächeln von dir so sehr,
dass es beinahe wehtut.
Ich versinke jedes Mal aufs Neue
in dem sanften Strudel deiner Worte.
Mir stockt der Atem immer dann,
wenn ich in deine Augen sehe.
Jedes Mal.

Glaube mir,
nichts
- wirklich gar nichts-
wünsche ich mir sehnlicher als dir mein Leben zu geben
und deines in meinem Herzen einzuschließen.

Doch lebt auch die Angst in mir,
dir wehtun zu können.
Mein Herz scheint kein sicherer Platz
für etwas so dermaßen Wertvolles zu sein.

Was würde mit uns passieren,
wenn ich in deinem
und du in meinem Herzen leben würdest,
und ich dich verletze?

Ich würde nicht mehr klar denken können,
weil alles,
was in meinem Kopf Platz hätte,
der Gedanke wäre,
dass du unter mir leidest.
Ich könnte nicht mehr ruhig atmen,
weil mir das Herz in der Brust drohen würde,
zu implodieren.
Ich könnte nicht mehr leben,
weil du wegen meinem Dasein
Schmerzen ertragen müsstest.

Die Vorstellung,
dir dein Herz zerbrochen zurückzugeben,
lässt meinen Atem aussetzen,
weil ich dich gebrochen hätte.
Der Gedanke,
der Mensch zu sein,
der dich bricht,
ist unerträglich.
Er bereitet mir Qualen.

Ich gebe dir mein Leben nicht,
obwohl ich dir mit jeder Faser meines Körpers
und mit jedem Gedanken und jedem Herzschlag vertraue.

Aber in mir selbst liegt nicht genug Vertrauen.
Ich bezweifle,
dass ich die Stärke hätte,
dir das zu geben, was du brauchst.
Verzeih mir!
Ich liebe dich!

Was ist Liebe?

Ist es wahr,
wenn ich sage,
dass ich dich liebe?
Ist es wahr,
oder bloß eine Lüge?
Woran erkenne ich es?
Du bist mir viel zu wichtig,
als das ich dich anlügen will,
und deswegen kann ich nicht sagen,
ich liebe dich,
solange ich nicht weiß,
was Liebe ist.

Liebst du mich?
Dann kennst du das Gefühl.
Sag mir,
woran du erkennst,
dass du mich liebst?
Ist es ein Kribbeln im Bauch?
Eine Gänsehaut,
wenn ich dich berühre?
Oder das Gefühl des totalen Glücks,
wenn ich dich küsse?

Du sagst,
du weißt es nicht.
Du sagst,
Liebe sei ein unbeschreibliches Gefühl,
etwas,
was unaussprechbar schön ist.

Du sagst,
ich würde dir fehlen,
wenn ich fort bin,

und du wärst glücklich,
wenn ich nah bin.

Du sagst,
Liebe ist der Tanz der Schmetterlinge
In deinem Bauch,
wenn du mich siehst,
die Gänsehaut,
wenn ich dich berühre,
und das Gefühl
des totalen Glücks,
wenn ich dich küsse.

 Du sagst,
dass das Beste an deiner Liebe zu mir,
der Gedanke ist,
dass ich da bin,
und dich liebe.

Du sagst,
du weißt,
dass du mich liebst,
und das ich dich liebe.
Du sagst,
du siehst es in meinen Blicken,
spürst es in meinen Berührungen
und schmeckst es in meinen Küssen.

Und dank dir
Weiß ich,
das ich dich auch liebe,
und ich weiß endlich
was Liebe ist:

Liebe ist alles

Wie ist Liebe?

Liebe ist wie eine Blume.
Am Anfang ist sie klein und unbedeutend,
ein Samen,
doch wenn man sie hegt und pflegt,
wird sie größer und schöner,
öffnet ihre Knospen
und offenbart ihre ganze Schönheit
und blüht in voller Pracht.
Die Wurzeln sind stark und geben der Blume halt.
Ihr Duft geht über,
zu allen anderen Blumen im Park
und inspiriert sie,
auch zu blühen.
Und bald ist der ganze Park erfüllt
Von diesem einzigartigen Duft.
Aber wenn man sich nicht genug
Um die Blume kümmert,
sie gießt,
trocknet sie aus,
verdorrt,
und der Duft bleibt aus.
Die Farbe der Blume vergeht,
und der Park sieht öde und leer aus.
Deshalb kümmere dich gut um deine Blume,
und du wirst sie lieben lernen,
und das ist es,
was sie einzigartig macht,
auf der Welt.
Und der Duft wird andere anstecken,
und glücklich machen.
Denke daran:
Liebe ist eine Blume,
ein Samen, eine Knospe und eine Blüte

   Blicke

Ich habe wirklich geglaubt,
ich könnte es schaffen,
dich zu vergessen
und nicht mehr an dich zu denken.
Ich dachte,
ich würde keinen Schmerz empfinden,
wenn ich dich sehe,
doch es sind große Wunden,
die ich versucht habe
zu verdrängen,
und der Schmerz sitzt zu tief,
als dass ich auch ihn vergessen könnte.
Es tut weh so zu tun,
als sei nichts passiert
und es tut weh dich zu sehen,
und zu bemerken,
dass du es nicht fertig bringst,
mir in die Augen zu sehen
und doch spüre ich deine Blicke,
wenn ich wegsehe.
Sag also nicht, es sei dir egal,
das kann es nicht sein,
denn du weißt,
dass du mein Herz
nicht gebrochen,
aber schwer verletzt hast.
Ich weiß,
dass es wieder verheilen wird,
aber Narben werden bleiben,
die mich immer an meinen Fehler
erinnern werden,
so,
dass ich dich nie vergessen kann.
Selbst im Traum
Sehe ich dein Gesicht
Und rieche deinen Duft,
und es ist nicht mehr angenehm,
daran erinnert zu werden,
denn ich weiß,
dass ich dich nie besitzen kann,
dass du mir immer fern sein wirst,
und ich weiß auch,
dass du mich vergessen,
dich nicht mehr an meinen Namen erinnern wirst,
weil ich bei dir
keine Narben hinterlassen habe.

Doch dein Name,
die Erinnerungen an dich sind tief in mein Herz gebrannt,
Ich höre dich lachen,
würde so gerne mitlachen,
doch nun ist es so,
als wäre eine riesige Barriere
zwischen uns,
die uns trennt,
die keine Worte durchlässt,
Nur diese Blicke.
Sie tun so weh,
und ich kann sie nicht stoppen.
Es wird immer schlimmer.
Ich möchte aufhören zu weinen,
will hier weg,
Doch die Barriere lässt es nicht zu
Wir sind gefangen in diesem Fehler,
den ich beging.
Bitte lass mich hier weg,
Denn ich kann nicht mehr,
dich nicht mehr sehen,
denn es tut weh,
ich ertrage es nicht mehr,
ich fühle,
dass du es magst,
Salz in meine Wunden zu streuen.
Warum kannst du nicht mit mir reden?
Es würde mir so gut tun.
Doch stattdessen versuchst du,
mich zu ignorieren,
aber darin bist du so schlecht
und ich spüre,
dass ich dir nicht völlig egal bin,
auch wenn du es sagst,
doch du bist kein guter Schauspieler.
Genauso wie ich.
Also sind wir gefangen in diesem Schauspiel,
in dem jeder jedem etwas vorspielt,
die Realität verbiegt,
aber die Realität ist hart,
denn ich weiß,
dass ich dich nie vergessen werde,
weil ich dich liebe